
3 Dessauer Prinzessinnen & ihre Sterbetaler
Eleonore Dorothea von Anhalt-Dessau (1602–1664) war eine Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau. 1625 heiratete sie ihren Cousin, Herzog Wilhelm von Sachsen-Weimar. Die Ehe war ursprünglich aus politischen Gründen geschlossen worden, entwickelte sich jedoch zu einer äußerst glücklichen Verbindung und stärkte die Beziehungen zwischen Anhalt und Sachsen-Weimar.

(Bild 1: Eleonore Dorothea von Anhalt-Dessau Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Eleonore_Dorothea_von_Anhalt-Dessau#/media/Datei:Eleonora_Dorothea_of_Anhalt-Dessau_duchess_of_Saxe-Weimar1.JPG – nachkoloriert mit ChatGPT am 12.08.2026 Bild 2 Wilhelm von Sachsen-Weimar Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_(Sachsen-Weimar) – nachkoloriert mit ChatGPT am 12.08.2026 Bild 3 Johann Georg I. von Anhalt-Dessau Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Georg_I._(Anhalt-Dessau) – nachkoloriert mit ChatGPT am 14.08.2026)
Religiös blieb Eleonore Dorothea ihrem reformierten Glauben treu, näherte sich aber teilweise der lutherischen Konfession ihres Mannes an. Nach ihrem Tod wurde sie zunächst in der Kapelle des Weimarer Stadtschlosses beigesetzt. 1824 erfolgte die Überführung in die Weimarer Fürstengruft, wo ihr Sarg heute neben dem ihres Gemahls Wilhelm steht.
Auf ihren Tod wurden mehrere Münzen geschlagen, diese laufen eigentlich unter Sachsen-Weimar, sind aber im Werk von Dr. Johannes Mann: „Anhaltische Münzen und Medaillen vom Ende des 15. Jahrhunderts bis 1906.“ mit aufgerührt. Mann Nr. 860-864 Sterbetaler, Sterbegulden, Sterbehalbgulden, Sterbedoppelgroschen und Sterbegroschen alle 1665.

(Münze links: Quelle: https://www.kuenker.de/de/sachsen-weimar-johann-ernst-1662-1683.-reichstaler-1665-weimar/882260 Münze Rechts: Quelle: https://www.muenzen-leipzig.de/Los/5092/4372.0)
Ebenfalls dort aufgeführt sind Münzen auf den Tod ihres Sohnes Prinz Johann Wilhelm im Jahr 1639. Mann Nr. 865-870. Dukat, Taler, Taler auf Guldenstempel, Halber Gulden, & Groschen.

(Bild: Prinz Johann Wilhelm von Sachsen-Weimar Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_(Sachsen-Weimar) – nachkoloriert mit ChatGPT am 12.08.2026)

(Münze links: Quelle: https://www.kuenker.de/de/sachsen-weimar-johann-ernst-1662-1683.-reichstaler-1665-weimar/882260 Münze Rechts: Quelle: https://www.muenzen-leipzig.de/Los/5092/4372.0)
Interessant ist auch ein Blick auf ihre Schwiegermutter und gleichzeitig ihre Tante.
Dorothea Maria von Anhalt (1574–1617), Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt, war zunächst Äbtissin des Stifts Gernrode und Frose. 1593 heiratete sie Herzog Johann von Sachsen-Weimar und bekam mit ihm zwölf Kinder. Nach dem frühen Tod ihres Mannes Johann von Sachsen-Weimar 1605 übernahm Dorothea Maria eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Interessen ihrer Kinder. Besonders für ihren ältesten Sohn setzte sie sich dafür ein, dass dieser frühzeitig die Regierung übernehmen konnte.

(Bild 1: Sophie Dorothea Maria von Anhalt Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Eleonore_Dorothea_von_Anhalt-Dessau#/media/Datei:Eleonora_Dorothea_of_Anhalt-Dessau_duchess_of_Saxe-Weimar1.JPG – nachkoloriert mit ChatGPT am 12.08.2026 Bild 2 Johann von Sachsen-Weimar Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_(Sachsen-Weimar) – nachkoloriert mit ChatGPT am 12.08.2026 Bild 3 Joachim Ernst von Anhalt Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Ernst_(Anhalt) – nachkoloriert mit ChatGPT am 14.08.2026)
Ihr Leben endete tragisch: 1617 starb sie mit nur 43 Jahren nach einem Reitunfall. Ihre Trauerfeier in Weimar hatte zudem historische Bedeutung. Im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten gründete ihr Bruder Fürst Ludwig I. von Anhalt-Köthen gemeinsam mit Gleichgesinnten die Fruchtbringende Gesellschaft, eine der bedeutendsten deutschen Sprach- und Literaturgesellschaften des 17. Jahrhunderts.
Auf ihren Tod 1617 wurden auch Münzen geschlagen. Mann Nr. 98-101. Taler, Gulden, Halber Gulden, & Groschen. Auch diese laufen unter Sachsen-Weimar.

(Münze links: Quelle: https://www.kuenker.de/de/sachsen-weimar-johann-ernst-1662-1683.-reichstaler-1665-weimar/882260 Münze Rechts: Quelle: https://www.muenzen-leipzig.de/Los/5092/4372.0)
Ein Blick nach Schwarzburg-Rudolstadt.
Anna Sophia von Anhalt(1584–1652) war die jüngste Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt und seiner Gemahlin Eleonore von Württemberg. Nach dem frühen Tod ihres Vaters 1586 zog sie mit ihrer Mutter und mehreren Geschwistern nach Darmstadt, wo Eleonore den Landgrafen Georg I. von Hessen-Darmstadt heiratete. Anna Sophia wuchs in einer großen Familie auf und erhielt eine umfassende Bildung.

(Bild 1: Anna Sophia von Anhalt Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Eleonore_Dorothea_von_Anhalt-Dessau#/media/Datei:Eleonora_Dorothea_of_Anhalt-Dessau_duchess_of_Saxe-Weimar1.JPG – nachkoloriert mit ChatGPT am 14.08.2026 Bild 2 Karl Günther Graf von Schwarzburg-Rudolstadt Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_G%C3%BCnther_(Schwarzburg-Rudolstadt) – nachkoloriert mit ChatGPT am 14.08.2026 Bild 3 Joachim Ernst von Anhalt Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Ernst_(Anhalt) – nachkoloriert mit ChatGPT am 14.08.202
Ab etwa 1602 lebte sie überwiegend am Weimarer Hof ihrer älteren Schwester Dorothea Maria. Dort entwickelte sie sich zu einer wissbegierigen und belesenen jungen Frau. Nach dem Tod ihres Schwagers unterstützte sie ihre Schwester bei der Erziehung ihrer acht Söhne.
1613 heiratete Anna Sophia den Grafen Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt und zog mit ihm nach Rudolstadt. Die harmonische Ehe blieb kinderlos. Das Paar lebte zunächst in Rudolstadt und später überwiegend in Kranichfeld.
Besondere Bedeutung erlangte Anna Sophia durch die Gründung der Tugendlichen Gesellschaft im Jahr 1619. Nach dem Vorbild der Fruchtbringenden Gesellschaft schloss sie sich mit acht weiteren hochadligen protestantischen Frauen zusammen. Ziel war es, die Bildung und den geistigen Austausch von Frauen zu fördern. Anna Sophia führte innerhalb der Gesellschaft den Namen „Die Getreue“.
Auch für Kranichfeld setzte sie sich ein: Sie ließ das Schloss verschönern, förderte die Entwicklung des Ortes zur Stadt und ermöglichte einen Wochenmarkt. Darüber hinaus unterstützte sie Verbesserungen der örtlichen Infrastruktur und kirchliche Einrichtungen. Anna Sophia starb am 9. Juni 1652 in Oberkranichfeld und wurde in Rudolstadt beigesetzt. Auf ihren Tod wurden auch Münzen geschlagen. Mann Nr. 102-103. Taler & Groschen. Diese laufen unter Schwarzburg-Rudolstadt.

(Münze links: Quelle: https://www.kuenker.de/de/sachsen-weimar-johann-ernst-1662-1683.-reichstaler-1665-weimar/882260 Münze Rechts: Quelle: https://www.muenzen-leipzig.de/Los/5092/4372.0)
Fazit:
Alle Sterbemünzen der 3 Dessauer Prinzessinnen die nach Sachsen-Weimar & Schwarzburg -Rudolstadt einheirateten, verbindet das Herz als Symbol. Bei Eleonore Dorothea von Anhalt-Dessau das Herz mit religiösen Bezug „Jesus“ usw., bei Dorothea Maria & Anna Sophia von Anhalt das Herzförmige Schild mit den vereinigten Wappen der Brautpaare.
Kontakt: nusmismatica-anhaltinus@unser-rosslau.de„
Quellen Index
Bildquellen:
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Textquellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Dorothea_Maria_von_Anhalt
https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Ernst_(Anhalt)
https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Georg_I._(Anhalt-Dessau)
https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Sophia_von_Anhalt
https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_G%C3%BCnther_(Schwarzburg-Rudolstadt)
https://de.wikipedia.org/wiki/Eleonore_Dorothea_von_Anhalt-Dessau
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_(Sachsen-Weimar)
https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_(Sachsen-Weimar)