Urkunde der Ersterwähnung Roßlaus vom 21.02.1215

Urkunde der Ersterwähnung Roßlaus vom 21.02.1215

Die Urkunde mit der Ersterwähnung Roßlaus

Lippene, 21. Februar 1215

Graf Heinrich I. von Ascharien, Fürst zu Anhalt, gestattet die Errichtung eines Collegiatstiftes bei der Marienkirche in Coswig und schenkt dieser neuen Stiftung das Dorf Lotschke (heute Lehnsdorf im brandenburgischen Fläming). Unter den Zeugen ist der Ministeriale Albertus de Rozelowe.

In nomine sancte et individue trinitatis Heinricus Dei gratia comes Ascharie et princeps in Anahalt. Humane fragilitatis memoria, que lapsu temporis oblivionis senium pati consuevit, scripturarum presencia desiderat adiuvari. Quapropter presenti scripto significare duximus oportunum tam presentibus quam futuris universis Christi fidelibus, quod ad propagandum Dei cultum et ad divini ministerii honorem amplificandum in opido Cozwich canonicos, qui Deo iugiter famulentur, in ecclesia gloriose virginis Marie institui permisimus et cum libera voluntate consensimus, proprietatem fundi eiusdem loci, insuper et proprietatem ville Lozeke accedente consensu nobilis viri comitis Hogeri, qui feudum inde tenuit, ob spem retributionis eterne prefate ecclesie conferentes. Testes autem, qui huic nostre donationi intererant, sunt: nobiles viri comes Hogerus de Valkensten, Odelricus de Vredeberge, Johannes de Gniz, Wernerus de Suseliz, Conradus Makecherf, Heico de Repechowe, Bertramus et Balduinus de Thornowe; ministeriales autem fuerunt Conradus de Waldesere, Albertus de Rozelowe, Wedego de Richowe, Teodericus de Gatersleve, Sifridus Schelinge, Theodericus de Nithlawe, Tymo de Plezege, Arnoldus et Hugoldus de Redere, Gerardus et Theodericus frater eius, Gunzelinus de Blanzeke, Luderus et Hartwicus de Scheniz, Bodo de Reine, Alexander Unholde, Johannes advocatus de Cozwich et Otto prefectus eiusdem loci, et alii quam plures. Ut autem hec nostre donationis collatio cum heredum nostrorum consensu facta firma sit et perpetuo inconvulsa permaneat, eam presenti pagine commendatam sigilli nostri testimonio decrevimus roborare.

Datum Lopene per manum notarii nostri, viiij Kalendas Marcii, anno ab incarnatione Domini mo.cco.xvo, indictione iij, epacta nulla, concurrente iiij.”

auf Deutsch:

Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit, Heinrich, von Gottes Gnaden Graf von Ascaria und Fürst in Anahalt. Das fragile menschliche Gedächtnis, das im Laufe der Zeit unter Alterung und Vergesslichkeit leidet, möchte durch die Anwesenheit der Heiligen Schriften gestärkt werden. Deshalb haben wir es in diesem Schreiben für angebracht gehalten, allen gegenwärtigen und zukünftigen Gläubigen Christi mitzuteilen, dass wir zur Verbreitung der Gottesverehrung und zur Erhöhung der Ehre des göttlichen Dienstes in der Stadt Cozwich die Einsetzung von Kanonikern in der Kirche der glorreichen Jungfrau Maria gestattet und freiwillig zugestimmt haben, die Gott fortwährend dienen werden, indem wir der oben genannten Kirche in der Hoffnung auf ewige Vergeltung das Landeigentum am selben Ort sowie das Eigentum der Stadt Lozeke mit der zusätzlichen Zustimmung des edlen Grafen Hoger, der dort ein Lehen besaß, schenken. Die Zeugen, die bei dieser unserer Schenkung anwesend waren, sind: die edlen Männer Graf Hoger von Valkensten, Odelric von Vredeberge, John von Gniz, Werner von Suseliz, Conrad Makecherf, Heiko von Repehowe, Bertram und Baldwin von Thornowe; Die Ministerialen waren Konrad von Waldesere, Albert von Rozelowe, Wedego von Richowe, Theoderich von Gatersleve, Sifrid von Schelinge, Theoderich von Nithlawe, Tymo von Plezege, Arnold und Hugold von Redere, Gerard und sein Bruder Theoderich, Gunzelinus von Blanzeke, Lüder und Hartwik von Scheniz, Bodo von Reine, Alexander Unholde, Johannes der Anwalt von Cozwich und Otto, der Präfekt desselben Ortes, und viele andere. Damit diese von uns mit Zustimmung unserer Erben getätigte Schenkung jedoch fest ist und für immer unerschütterlich bleibt, haben wir beschlossen, sie, wie auf dieser Seite empfohlen, durch das Zeugnis unseres Siegels zu bekräftigen.

Gegeben zu Lopene durch die Hand unseres Notars, am 8. März im Jahr seit der Menschwerdung des Herrn, anno incarnatione Domini 1215, dem nullten Epakt und dem vierten Concurrent.

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