75 Jahre DDR-Meistertitel im Feldhandball – Roßlau erinnert an sporthistorischen Triumph

Fast auf dem Weg in den Urlaub stand in Roßlau noch einmal ein ganz besonderer Termin für die beiden Organisatoren Peter Teckel und Jens Winterberg im Mittelpunkt: Das 75-jährige Jubiläum des DDR-Meistertitels der BSG Schiffswerft Roßlau im Feldhandball wurde in würdigem Rahmen gefeiert. Zahlreiche Gäste, ehemalige Sportler, Zeitzeugen und Unterstützer erinnerten gemeinsam an einen der größten Erfolge der regionalen Sportgeschichte.

Zu den Gästen gehörten unter anderem Laurenz Nothdurft sowie Klemens Koschig. Auch viele Veteranen des damaligen Handballsports waren anwesend – einige von ihnen bereits über 90 Jahre alt. Mit Heinz Fräßdorf lebt heute noch ein Spieler der Meistermannschaft von 1951. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er jedoch nicht persönlich teilnehmen.

In einer kurzen Ansprache wurde das historische Jubiläum gewürdigt und an die außergewöhnliche Leistung der Mannschaft erinnert. Besonders bewegend waren die Erinnerungen der Zeitzeugen. Gerhard Eltz und Frau Werwick schilderten eindrucksvoll ihre persönlichen Eindrücke und Erlebnisse rund um den DDR-Meistertitel von 1951.

Auch die Zukunft des Handballsports in Roßlau spielte an diesem Abend eine Rolle. „Kerni“ stellte erneut das Projekt „Handball in RSL“ vor und warb für die weitere Unterstützung der Initiative. In vielen Gesprächen wurde deutlich, wie wichtig die Pflege der sportlichen Tradition für die Region weiterhin ist.

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens war eine Spendenaktion zugunsten einer Gedenktafel für die Meistermannschaft. Diese soll künftig in der Ehrengalerie des Handballs in der Anhalt-Arena Dessau ihren Platz finden und dauerhaft an den historischen Erfolg erinnern.

Für einen besonderen persönlichen Moment sorgte Detlef Güth, der ein persönliches Geschenk überreichte. Ebenfalls unter den Gästen war Günter Dreibrodt.

Der DDR-Meistertitel der BSG Schiffswerft Roßlau im Jahr 1951 besitzt bis heute einen besonderen Stellenwert. In jener Zeit wurde erstmals eine DDR-weite Liga im Feldhandball ausgetragen. Die Roßlauer Mannschaft setzte sich damals gegen starke Konkurrenz durch und schrieb Sportgeschichte.

Der Feldhandball hatte in der DDR zwischen 1948 und 1967 eine große Bedeutung. Nach der Entscheidung des IOC, für die Olympischen Spiele 1972 ausschließlich Hallenhandball aufzunehmen, wurde der Spielbetrieb im Feldhandball in der DDR eingestellt. Umso wichtiger bleibt die Erinnerung an die Pioniere und Meister jener Zeit – und an den historischen Triumph von Roßlau im Jahr 1951.

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