Ein September voller Gemeinschaft, Kultur und Engagement in Roßlau
Der September 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie vielfältig das Leben in unserer Schifferstadt ist. Ob gemeinsames Anpacken für eine saubere Stadt, ein besonderer Kulturabend in alter Industriekulisse, der traditionelle Austausch der Vereine oder tatkräftiges Engagement rund um die Wasserburg – an vielen Stellen wurde sichtbar, was Roßlau ausmacht: Menschen, die sich einbringen und gemeinsam etwas bewegen.
Gemeinsam für eine saubere Schifferstadt
Den Anfang machte am 19. September der World Cleanup Day 2026. Auch in Roßlau beteiligten sich Menschen und Vereine an der weltweiten Aktion und machten sich gemeinsam daran, Müll zu sammeln und unsere Schifferstadt ein Stück sauberer zu machen.
Dabei ging es um weit mehr als gefüllte Müllsäcke. Die Aktion zeigte, dass Verantwortung für das eigene Umfeld dort beginnt, wo Menschen nicht einfach vorbeigehen, sondern selbst mit anpacken. Jede helfende Hand trug dazu bei, Wege, Grünflächen und öffentliche Bereiche von achtlos weggeworfenem Müll zu befreien.
120 gespitzte Ohren in der Alten Papierfabrik
Nur wenige Tage später zeigte sich Roßlau von einer ganz anderen Seite. Am 25. September wurde es in der Alten Papierfabrik ungewöhnlich still.
Wo zu früheren Zeiten vermutlich Maschinenlärm die große Industriehalle erfüllte, lauschten an diesem Freitagabend rund 120 gespitzte Ohren einer ganz besonderen Premiere: Zum ersten Mal verwandelte sich die Alte Papierfabrik in einen Vorleseraum und wurde zur außergewöhnlichen Kulisse für einen Frauenabend.
Liebevoll, feminin und durchaus ein wenig sündig dekoriert, empfing die alte Halle ihre Gäste. Diese kamen längst nicht nur aus Roßlau und Dessau. Selbst aus Halle und Leipzig führte der Weg Besucherinnen und Besucher in die Schifferstadt.
Im Mittelpunkt stand die Autorin Charlize Wünsche, die aus ihrem neuen Buch „Nummer Zwei: Wenn du mich am wenigsten erwartest“ las. Zwischen Literatur, Liebe und Erotik wurde aufmerksam zugehört, geschmunzelt und gemeinsam gelacht.
Ergänzt wurde der Abend durch Luisa Stein von „Steinklang“. Sie gab Einblicke in ihr Tätigkeitsfeld der ganzheitlichen Gesundheitsberatung und stellte verschiedene Steine sowie deren traditionelle Bedeutungen und zugeschriebene Wirkungen vor. Passend zum Anlass durfte dabei natürlich auch der Rosenquarz als „Stein der Liebe“ nicht fehlen.
Doch der Abend verband Unterhaltung auch mit einem guten Zweck: Die Veranstaltung wurde als Benefizabend zugunsten der Kinderwohngruppe Elbe-Strolche aus Roßlau organisiert.
Gerade der Kontrast machte den besonderen Reiz aus. Wo einst produziert wurde, wurde an diesem Abend gelesen, zugehört und gelacht. Die alten Mauern erhielten für einige Stunden eine ganz neue Aufgabe. Der erste Frauenabend zeigte damit zugleich, welches Potenzial die Alte Papierfabrik als Ort für neue kulturelle Angebote in Roßlau besitzt.


Vereine bleiben miteinander im Gespräch
Am 28. September folgte bereits der nächste Höhepunkt: der 175. Stammtisch der Vereine.
Traditionell am letzten Montag des Monats kamen wieder Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Vereine zusammen. Im Mittelpunkt stand dabei das, was diesen Stammtisch seit vielen Jahren auszeichnet: miteinander ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen, voneinander erfahren und das Vereinsleben in der Schifferstadt gemeinsam weiterdenken.
Gerade die Vielfalt der Roßlauer Vereine prägt das gesellschaftliche Leben unserer Stadt. Der inzwischen 175. Stammtisch zeigt dabei auch, wie wichtig der regelmäßige Austausch untereinander geblieben ist.

Gemeinsam angepackt – und 2.500 Euro gewonnen
Zum Monatsende gab es schließlich noch eine besonders erfreuliche Nachricht rund um die Burg Roßlau.
Der Förderverein „Burg Roßlau“ beteiligte sich an der Mitmachaktion „Gemeinschaft gewinnt!“ von MDR SACHSEN-ANHALT und der Deutschen Fernsehlotterie. Nachdem Vorstandsmitglied Volker Lendewig im Radio Schloss Oranienbaum erkannt und damit zunächst 500 Euro gewonnen hatte, wartete noch eine Tagesaufgabe auf den Verein.
Und dafür wurde kräftig angepackt: Im Schlosspark wurden sechs marode Parkbänke gereinigt, repariert und neu gestrichen. Teilweise mussten die Bänke dafür auseinander- und anschließend wieder zusammengebaut werden. Außerdem befreiten die Helferinnen und Helfer überwucherte Wege und machten sie wieder zugänglich.
Der Einsatz zahlte sich aus: Insgesamt erspielte sich der Förderverein 2.500 Euro. Das Geld soll in einen neuen Lagerraum in der Wasserburg fließen.

Damit wurde zum Monatsende noch einmal besonders sichtbar, was sich wie ein roter Faden durch diesen September zog: Gemeinschaft lebt vom Mitmachen.
Ob beim Müllsammeln zum World Cleanup Day, beim kulturellen Neustart in der Alten Papierfabrik, beim Austausch am Vereinsstammtisch oder beim gemeinsamen Arbeitseinsatz für die Burg – überall waren Menschen bereit, Zeit, Ideen und Engagement für Roßlau einzubringen.
Der September 2026 war damit ein Monat voller kleiner und großer Momente, die zeigen, wie lebendig unsere Schifferstadt ist.
Denn Roßlau lebt dort, wo Menschen zusammenkommen, anpacken, Neues wagen und Bewährtes erhalten.