Jubiläum 400 Jahre - Schlacht an der Elbbrücke (25. April 1626)

Am 25. April 2026 jährt sich die Schlacht an der Dessauer Elbbrücke zum 400. Mal. Dieses bedeutende Ereignis des Dreißigjährigen Krieges hatte weitreichende Auswirkungen und gilt als ein Tag von europäischer Dimension.

hier geht es zu unserem Bericht über die Geschehnisse um die „Schlacht an der Elbbrücke“:

(Bild erstellt mit ChatGPT, 03. April 2026.)

Aus diesem Anlass finden in Dessau und Roßlau zahlreiche Veranstaltungen statt, die sich intensiv mit der historischen Bedeutung der Schlacht auseinandersetzen. Organisiert werden diese von regionalen Archiven, Museen und engagierten Vereinen in enger Zusammenarbeit. Das vielfältige Programm umfasst Vorträge, Ausstellungen und Buchvorstellungen. Besucherinnen und Besucher erhalten dabei spannende Einblicke in die militärischen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe der damaligen Zeit. Die Veranstaltungen richten sich an alle historisch Interessierten und laden dazu ein, ein bedeutendes Kapitel der Regional- und europäischen Geschichte neu zu entdecken. Weitere Informationen zu Terminen und Programmpunkten entnehmen Sie bitte den jeweiligen Veranstaltungsseiten und Ankündigungen.

I Veranstaltungen in Roßlau
Dienstag. 14. April 2026 | 18.00 Uhr

Der erste Vortrag ist nun schon wieder Geschichte und war ein voller Erfolg. Die Ölmühle war bis in die letzten Reihen gefüllt und  Gäste verfolgten den  Vortrag. Leider mussten viele Interessierte auf Grund der begrenzten Kapazitäten wieder nach Hause geschickt werden. Mit dem Verweis auf den Wiederholungstermin des Vortrags am:

Sonntag. 26. April 2026 | 15.00 Uhr Zusatztermin
Ölmühle Roßlau | Hauptstraße 108a
Vortrag: „400 Jahre Schlacht an der Elbbrücke“
Referent: Klemens M. Koschig

Samstag/Sonntag, 25. und 26. April 2026
10.00 bis 16.00 Uhr
Militärhistorisches Museum Anhalt | Am Finkenherd 1
Sonderausstellung und Präsentation des 6 qm großen Dioramas mit Zinnfiguren von der Schlacht an der Elbbrücke

Samstag, 25. April 2026 | 10.00 Uhr | Brückenkopf
Enthüllung einer Informationstafel über die Schlacht

I Veranstaltungen in Dessau
Dienstag, 28. April 2026 | Landesarchiv
Heidestraße 21 (alter Wasserturm)
18.00 bis 20.00 Uhr
Vortrag mit Lichtbildern:
„Die Schlacht an der Dessauer Elbbrücke am 25.04.1626″
Referent: Roland Sennewald, Buchautor aus Leipzig
anschließend Buchvorstellung durch Klemens M. Koschig :
„Schlacht bei Dessau 25.04.1626″ und
Ausstellungseröffnung
Dienstag, 28. April bis 30. Mai 2026 | Landesarchiv
Heidestraße 21 (alter Wasserturm)
Ausstellung: „Die Schlacht an der Dessauer Elbbrücke
am 25.04.1626 – ein Tag von europäischer Dimension“
Öffnungszeiten;
Mittwoch 10.00-16.00 Uhr
Donnerstag 10.00-17.00 Uhr

Ein besonderer Höhepunkt ist die Präsentation eines neu übersetzten, reich bebilderten Buches zur Schlacht bei Dessau. Ergänzt wird dieses durch eine historische Publikation mit zusätzlichen Abbildungen sowie einem eindrucksvollen Augenzeugenbericht aus dem 17. Jahrhundert.

Das Buch wird ab dem 14.04.2026(Auftaktveranstaltung in der Ölmühle – ein Muss- Termin für jeden geschichtsinteressierten Roßlauer) bei allen Veranstaltungen zur Thematik für 14,90 € erhältlich sein.

Der Leiter der AG Heimatgeschichte Roßlau, Klemens Koschig, ließ es sich nicht nehmen, die Erstauflage persönlich beim tschechischen Verlag sowie der beauftragten Druckerei abzuholen. Die Gelegenheit nutzte er zugleich, um dem Bürgermeister der Roßlauer Partnerstadt Roudnice nad Labem einen Besuch abzustatten und ihm feierlich das erste Exemplar des Buches zu überreichen. Im Gegenzug erhielt er ebenfalls die frisch erschienene Stadtgeschichte der Partnerstadt.

Ein kleiner Nachtrag:

Warum ging die „Schlacht an der Dessauer Elbbrücke“ unter diesem Namen in die Geschichte ein, obwohl sie geografisch deutlich näher an Roßlau liegt als an Dessau? Fürst Joachim Ernst von Anhalt regierte seit 1570 das vereinte Fürstentum Anhalt von Dessau aus. Von dort wurde die Brücke geplant, finanziert und schließlich errichtet. Am 24. Dezember 1583 wurde sie feierlich eingeweiht. Zu diesem Zeitpunkt war Roßlau lediglich ein Flecken und spielte politisch wie wirtschaftlich eine untergeordnete Rolle. Die etwa 300 Meter lange Holzbrücke verfügte über zwölf Öffnungen, die durch Sprengwerkkonstruktionen mit Spannweiten von bis zu 21 Metern überspannt wurden. Die rund 9 Meter breite Brücke ruhte auf Pfeilern aus Gruppen eingerammter Holzpfähle. In ihrer Mitte befand sich eine Zugbrücke mit Brückenhaus, während die Enden durch Tore gesichert waren. Die Baukosten beliefen sich auf 5305 Taler – eine Investition, die sich rasch lohnte: Bereits drei Jahre später überstiegen die Einnahmen aus dem Brückenzoll die ursprünglichen Kosten. In den folgenden Jahren kam es immer wieder zu Streitigkeiten, insbesondere nachdem die anhaltischen Gebiete am 30. Juni 1603 erneut aufgeteilt wurden und Roßlau am 1. August 1603 das Stadtrecht(wurde aber schon viel eher wie eine Stadt besteuert) erhielt. Die Brücke verband zwar beide Elbseiten, doch zugleich trennte die Elbe – damals wie heute.

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